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Abteilung 3:
Übung A: Gegenstandsbewachen Der Hund muß hier einen Gegenstand des Hundeführers bewachen und verteidigen. Der Hundeführer meldet sich beim Richter und geht mit seinem Hund auf einen vom Richter zugewiesenen Platz. Der Hund wird nun abgelegt. Der Gegenstand muß vor den Hund gelegt werden. Jeder Hundeführer hat seinen eigenen Gegenstand dabei. Man kann entweder eine Tasche oder eine Jacke verwenden. Der Hundeführer geht außer Sicht und der Hund muß jetzt 3 Minuten liegen bleiben bis sich der Pakwerker nähert. Dieser läuft im Abstand von 2 Meter auf gerader Linie vor dem Hund vorbei. Nach 10 Metern dreht er sich um und geht auf den Hund zu. Hat er die Grenze von 2 Metern unterschritten, muß der Hund angreifen. Sobald der Hund seinen Griff gesetzt hat geht der Helfer 2-3 Schritte rückwärts, der Hund muß nun selbständig ablassen und zu seinem Gegenstand zurückkehren.

Übung B: Revieren nach einem großen Gegenstand (Kiste 45 x 30 x 15 cm) Das Gelände darf die Größe von 150m x 75m nicht unterschreiten. Der Hund hat 7 Minuten Zeit in diesem Gelände die Kiste (Gegenstand mit menschlichem Geruch) zu finden und anhaltend zu verbellen, bis der Körmeister mit dem Hundeführer dort angekommen ist. Wie schon bei der Suchübung gibt es auch hier nur die volle Punktzahl, wenn der Hund die Kiste innerhalb von 3 min. gefunden hat und durch bellen anzeigt.

Übung C: Revieren nach einer Person Hier gilt wieder die gleiche Größe für das Gelände wie bei Übung C. Und auch hier hat der Hund wieder 7 min. Zeit um den Pakwerker zu finden und durch anhaltendes Verbellen anzuzeigen. Und nur innerhalb von 3 min. gibt es die volle Punktzahl. Nachdem der Hund den Pakwerker gefunden hat und bellt gibt der Pakwerker Kommandos und versucht hiermit den Hund zu vertreiben. Hierdurch darf sich der Hund natürlich nicht beeindrucken lassen.

Übung D: Transport eines Arrestanten Der Transport erstreckt sich auf ungefähr 70m. Nachdem ca. 20m gelaufen sind, läßt der Arrestant einen Schlüsselbund fallen. Der Hund muß es ohne Kommando aufnehmen, auf der linken Seite vom Pakwerker vorbeilaufen und so seinem Hundeführer anzeigen, daß er etwas gefunden hat. Daraufhin beordert der Hundeführer den Pakwerker zum Stehenbleiben und steckt den gefundenen Gegenstand des Hundes ein. Danach geht der Transport ca. 20m wieder auf die gleiche Art weiter, bis der Helfer einen Betrunkenen nachahmt. Danach folgt noch einmal ein Transport in normaler Gangart auf einer Länge von ca. 10m weiter bis der Körmeister ein Zeichen zum Anhalten für den HF gibt. Der Hund darf bei den Transporten immer nur auf der linken Seite vom Pakwerker laufen. Kommt er zu weit nach rechts in Richtung Hundeführer gibt es Punktabzug.

Übung E: Das zum Stehen bringen eines Verdächtigen der sich mit einem Stock wehrt Der Hund soll hier einen angreifenden und mit einem Stock bewaffneten Mann zum Stehen bringen. Bei allen Stellübungen werden die Hunde aus der sogenannten “Stelllaan” geschickt. Dies ist ein ca 3-4 Meter breiter Weg, der in gerader Linie am eigentlichen Übungsgelände angrenzt. Der Weg ist ca. 100 Meter lang. Diese Strecke ist bei jeder Stellübung zu bewältigen, bevor der Hund aufs offene Übungsgelände kommt um den Angriff oder die Flucht zu vereiteln. Der HF meldet sich beim Körmeister. Auf dessen Zeichen zeigt sich der Pakwerker am Ende der Laan. Er hebt den Stock kurz hoch und flüchtet dann aufs offene Feld. Nun kommt das Zeichen des Richters für den Hundeführer. Der ruft jetzt, “HALT POLITIE!! - HALT POLITIE!!”, auf ein zweites Zeichen hin darf er nun seinen Hund chicken - “STELLEN!!” Dieser muß nun diese 100 Meter hinter dem Pakwerker herrennen, nach ca. 25 Meter wird hinter dem Hund mit einem 9mm Revolver geschossen. Der Hund soll sich davon nicht ablenken lassen. Der Figurant rennt derweil außer Sicht, d.h. er rennt einen Bogen, so daß ihn der Hund in der Laan nicht mehr sehen kann. In dem Moment, wo dann der Hund aus der Laan auftaucht und sich auf 25m dem Pakwerker genähert hat dreht der sich um, läuft frontal gegen den Hund, versucht diesen ebenfalls mit sehr lautem Gebrüll zu vertreiben und gibt ihm kurz vor dem Anbiß einen Stockschlag auf den Rücken. Der Hund darf sich selbstverständlich davon nicht beeindrucken lassen und den Angriff durch einen Biß in den linken Oberarm bzw. in das linke Bein, abwehren. Nach dem Einbiß dreht sich der Helfer, läuft noch 10 Meter entgegengesetzt und stellt dann ein. Der Hund darf seinen Griff nicht verändern sonst gibt es Punktabzug.

Übung F: das Verweigern von Kommandos von fremden Personen Ist nun der Geleiter auf dem Feld angekommen, kommandiert er seinen Hund los. Dieser muß nun in die Bewachung gehen. Der Helfer läßt den Stock fallen und versucht dem Hund verbale Kommandos zu geben. Der Hund darf sich nicht darauf einlassen oder sich dadurch beeindrucken zeigen.
Übung G: Transport des Arrestanten und darauffolgende Fluchtvereitelung Der Hundeführer geht nun zum Hund und dem Arrestanten um einen Transport zu beginnen. Nach 25 Meter Transport laufen versucht der Helfer zu fliehen, was der Hund natürlich verhindern muß.

Übung H: Das zum Stehen bringen eines Helfers der auf dem Fahrrad flüchtet Der Hund soll hier einen auf dem Fahrrad flüchtenden Helfer zum Stehen bringen. Der HF meldet sich also wieder beim Richter an. Nun kommt der Verdächtige mit einem Fahrrad aus dem Versteck gelaufen. Es kommt nun das erste Kommando “HALT POLITIE”. Der Helfer schwingt sich auf das Rad und fährt los. Nun kommt das zweite Kommando zum Anhalten. Auf Zeichen des Richters wird der Hund eingesetzt. Dieser sollte nach den heutigen Regeln in das Bein beißen. Dies wurde zum Schutz der Helfer und vor allem der Hunde abgeändert. Wenn die Hunde in der Prüfung dennoch auf den Arm beißen gibt es Punktabzug. Früher war es normal, daß die Hunde auch beim Fahrrad Stellen oben bissen!! Nachdem der Hund also kräftig eingebissen hat, fährt der Helfer noch ein paar Meter weiter und steigt dann ab. Der aus der Laan kommende Hundeführer muß nun den Hund los kommandieren. Der Hund muß jetzt seine Bewachung einnehmen.

Übung I: Zum Stehen bringen eines flüchtenden Verdächtigen Auf das Zeichen des Richters flüchtet der Pakwerker entgegen den Hundeführer. Hat ihn der Hund gestellt, stellt er ein und der Hund muß wieder los kommandiert werden. Nachdem dieser wieder seine Stellung hinter dem Helfer eingenommen hat darf er abgeholt werden und diese Übung wäre somit beendet.
Übung J: Zum Stehen bringen eines Verdächtigen der mit einer Waffe schießt Hier soll der Hund einen Flüchtigen der mit einem Revolver bewaffnet ist zum Stehen bringen. Nach dem der HF mit Hund in der Laan in Stellung gegangen ist, kommt der Pakwerker zum Vorschein. Diesmal schießt er mit dem 9mm Revolver einmal gegen den HF und flüchtet. Dieser fordert wieder mit “HALT POLITIE” den Mann auf stehen zu bleiben. Auf Zeichen des Richters darf nun der Hund eingesetzt werden. Der Pakwerker flüchtet nun wieder in einem Bogen und geht somit außer Sicht des Hundes. Ist dieser nun 25 Meter hinter dem Helfer, schießt er abermals gegen den Hund. Der muß nun die Flucht durch einen sauberen Griff in den Arm oder in das Bein verhindern. Der Pakwerker läuft noch ca. 10 Schritte weiter um zu sehen ob der Hund auch gut hält und stellt dann ein. Nachdem nun der Mann gestoppt ist, eilt der HF bei und trennt den Hund auf Kommando vom Flüchtigen im Abstand von min. 30 Metern.

Übung K: Die “Werpfestheit” Auf das Zeichen vom Richter bückt sich nun der Helfer, der Hund muß beißen, und hebt hintereinander drei Schlauchstücke vom Boden auf und wirft diese auf den Rücken des Hundes. Danach stellt er wieder ein. Der HF gibt nun wieder Kommando zum Ablassen und kommt nun zu seinem Hund.
Übung L: Transport des Arrestanten und Verteidigen eines Überfalls auf den HF Nach etwa 25 Meter Transport laufen greift der Helfer den HF an. Dies muß der Hund durch schnelles Zubeißen verhindern.

Übung M: Zurückrufen Der Hundeführer befindet sich wieder ca. 100m vom Pakwerker entfernt. Sobald der Pakwerker in Sicht kommt, ruft der Hundeführer 2x “Halt Politie”. Auf Körmeisteranweisung wird der Hund eingesetzt. Bei dieser Übung bleibt der Pakwerker für den Hund in Sicht, was die ganze Sache noch etwas schwieriger macht. Hat sich der Hund 60m vom Startpunkt entfernt muß der Hundeführer seinen Hund zurückrufen oder auch zurückpfeifen. Der Hundeführer hat 10m Spielraum, die er dem Hund nachgehen kann um ihn zurückzurufen.

Übung N: Scheinangriff Sobald der Pakwerker in Sicht kommt, ruft der Hundeführer wieder 2x “Halt Politie”. Auf Körmeisteranweisung wird der Hund eingesetzt. Wenn der Hund ca. 25m vom Startpunkt entfernt ist, flieht der Pakwerker außer Sicht. Wenn sich der Hund auf ca. 40m vom Pakwerker genähert hat, dreht sich dieser um, läßt seinen Stock fallen und bleibt still stehen. Der Hund darf nicht beißen, sondern nur bewachen. Der Hundeführer nimmt dann seinen Hund auf ungefähr 2m Abstand zum Pakwerker mit und es folgt ein Transport. Sollte der Hund nur einmal kurz beißen bei dieser Übung gibt es 0 Punkte hierfür.

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