|
Auf dieser Seite möchte ich Anstöße zum Mitdenken und Mitmachen geben. Da gerade in Holland die Hunde und deren Ausbildung im Polizei und Sicherheitsbereich um Welten unseren hiesigen Ausbildungsmethoden voraus sind, dachte ich mir auf dieser Seite etwas Aufschluß zu geben. Mit der Hoffnung, Erkenntnisse und damit ein Umdenken in unseren Ausbildungsmethoden zu erreichen.
Wie beschrieben sind uns die Holländer gerade in diesem Bereich um Welten voraus. Dies beginnt in der Zucht des Diensthundes und der zusammenhängenden Selektion der Zuchtpartner, geht über die Ausbildung des Hundes bis hin zur Auffrechterhaltung des erlernten Wissens des Hundes.
Als Beispiel: Damit ein Hund in Holland aktiv im Dienst arbeiten darf sind etliche Prüfungen zu bestehen und dem Hund sehr viel Wissen zu vermitteln. Die Hunde müssen das Basiszertifikat der KNPV, PH1, besitzen. Anders ist es nicht möglich den Hund zur Überprüfung vorzustellen. Der Hund wird danach auf Herz und Nieren untersucht und überprüft. Ist dies in Ordnung geht der Hund einen Monat auf einen gezielten Kurs für den Dienst. Hier muß der DHF beweisen, daß er den Hund weiter ausbilden und SICHER führen kann. Der DHF muß beweisen, daß er sämtliche gängigen Krankheiten beim Tier erkennen und zuordnen kann, er muß zeigen, daß er in Ernstsituationen stets souverän und taktisch überlegen und mit dem Hund arbeiten kann und keinesfalls überstürzt oder unkontrolliert mit dem Tier umgeht. Ist dieses klargestellt und Hund wie Hundeführer sicher einsetzbar, kommt die eigentliche Diensthundeprüfung. Hier wird vom Hund sehr viel verlangt. Der Hundeführer muß nun zeigen, daß er die Ausbildung der PH1 beibehalten kann. Zu dieser Ausbildung muß der Hund verschiedene Parcours bewältigen. Hier wird verlangt, daß der Hund auf Kommando verschiedene Hindernisse überwindet. Da wären ein ca. 2,5m hohes Brett welches mit einem Auf- und Abstieg versehen, ca. 10m lang und nur 30cm breit ist. Auf Kommando muß der Hund nun halten und abliegen und darf erst auf ein weiteres Kommando weitergeschickt werden. Nun kommt ein ca 5m hoher Turm, auf welchen eine Gittertreppe führt. Hier muß der Hund ebenfalls auf Kommando hinaufgeschickt, abgelegt und zurückgerufen werden. Anschließend kommt der Sprung über ein ca. 1,20m hohes Hindernis, egal welcher Art, mit Zurücksprung. Hierauf folgt die Steilwand bis 2m und ein Tunnel von ca 15-20m und einem Durchmesser von nicht mehr als 50cm. Desweiteren muß der Hund ein Suchfeld nach Gegenständen absuchen und diese apportieren können. Es kommt dann die Revierarbeit, wo der Hund eine wehrlose Person im Wald, auf der Wiese und in anderen Geländen suchen und anzeigen muß. Sollte der Hund diese Revierübung mit einem Biß “versauen” kann er nicht in den Dienst übernommen werden. Da die Diensthunde in Holland nicht nur zum Schutz eingesetzt werden sondern auch Rettungshundearbeit verrichten müssen ist es sehr wichtig, daß diese Hunde sauber in der Ausbildung und klar im Kopf sind. Des weiteren wird geprüft wie der Hund am Mann arbeitet. Dazu gehört das Stockstellen (Mutprobe), de Werp, und das Fahrradstellen. Unabhängig davon ist ebenfalls das Zurrückrufen und der Scheinangriff (der Angreifer ergibt sich) sehr belangreich. Sollte der Hund noch so gut in allen anderen Sparten der Prüfung sein, wenn er auf Kommando, in einer Entfernung von über 60m, nicht zurückkommt oder die sich ergebende Person beißt, darf der Hund nicht in den Dienst genommen werden. Sollte der DHF mehr wie zwei Mal durch diese jährliche Überprüfung fallen, kann er seinen Job an den Nagel hängen und normalen Streifendienst verrichten...
Auch in den Praxisübungen sind diese Hunde um einiges anders, um nicht zu sagen für den DHF sicherer gearbeitet, als ich es aus Deutschland kenne. So ist es hier, nur als Beispiel, ganz normal, daß der DHF in prenzligen Situationen mit dem Abwehrschild aus Plexiglas arbeitet. Der Hund wird hier sehr kurz auf ca. 30cm. geführt und ganz gezielt zum Einsatz gebracht. Mit den Kommandos “Arm” oder “Bein” kann der DHF in der Ernstsituation seinen Hund ganz klar dirigieren um Herr über diese Situation zu werden. Die Leinen welche hier eingesetzt werden sind hierfür ca. 5m lang und haben zwei Schlaufen. Eine am Ende der Leine und die zweite ca. 30cm nach dem Karabiner. Dies ermöglicht eine zusätzliche Kontrolle über den Hund und die Situation. Auch im Einsatz ist es wichtig, daß diese Hunde stets souverän und mutig arbeiten. Offene Aggressivität dürfen diese Hunde nicht zeigen. Hier werden zum Teil 5 Hunde auf einmal zum Absuchen von großen Geländen eingesetzt, da kann und darf kein Hund ausflippen bzw. gegen den anderen oder gar einen Kollegen gehen. Die Hunde müssen einmal die Woche ein Praxistraining absolvieren. -In Deutschland kenne ich es so, daß viele DHF froh sind wenn sie einmal im Monat ein solches Training bekommen. Hier ist stets ein “Instrukteur” dabei, welcher selbst sehr viel Paxiserfahrung mit sich bringen muß, um seine Leute richtig schulen zu können, die Helfer einweist (es wird stets mit zwei bis drei Helfern gearbeitet) und die DHF in Taktik schult. Vor jedem Training gibt es klare Anweisungen. Sind diese vergeben wird ein Rollenspiel aufgezogen. Der DHF weiß zuvor nicht was auf ihn zukommt. So gibt es z.B. den Funkspruch, daß ein Einbruch gemeldet wurde, schon hier hat der DHF sich so zu verhalten wie in einer Echtsituation. Er fährt also zu der dementsprechenden Adresse, wo schon der Instrukteur auf ihn wartet. Er kommt ganz aufgelöst auf den DHF zu und schildert ihm eine Situation. -Wie in unserem Fall, daß er mit seiner Familie vom Urlaub heimkam und gerade eine Person in seinem Haus auffand welche sich an seinen Sachen vergriff. Woraufhin er ein Stück Holz nahm und dem Einbrecher auf den Kopf geschlagen hat. Dieser konnte allerdings doch noch, stark blutend, in einen benachbarten Maisacker fliehen. Der DHF hat nun die Situation zu beurteilen. Zunächst schließt er das Haus ab und holt den Hund, fragt ob der Hausbesitzer noch weitere Personen gesehen hat und wohin ungefähr der Flüchtende gelaufen ist. Er setzt seinen Hund zum Revieren an, welcher das gesamte Terrain absuchen muß. Und tatsächlich zeigt der Hund nach einigen Minuten an. Der DHF begibt sich zu seinem Hund und sieht, daß dieser den Flüchtenden gefunden hat. Er liegt stark blutend und ohnmächtig im Acker. Der Hund liegt bellend auf der Person, bewacht und zeigt diese, ohne jeglichen Biß, an. Ein Kollege kümmert sich um den verletzten Arrestanten und der DHF muß nun noch das Areal und das Haus nach weiteren Personen absuchen. Zur Sicherheit fordert er noch zwei Kollegen an, da es im Haus absolut dunkel und nichts zu sehen ist. Zu dritt, mit Hund und Schutzschild wird nun nach abgesprochener Taktik das Haus nach weiteren Tätern abgesucht. Während die Kollegen eine Tür nach der anderen öffnen, steht der DHF mit Hund und Schild immer in der Mitte um etwaige Angreifer abzuwehren. Und tatsächlich nach kurzer Zeit wird die Tür zu einem Doppelraum geöfnet und ein zweiter Täter kommt in Sicht. Bewaffnet mit einem Messer (aus Holz) und Pfefferspray (Wasser aus einer Spritzpistole), versucht er die Beamten zurückzuhalten. Blitzschnell wird das Schild zum Schutz vorgehalten um Hund und Hundeführer zu schützen. Es gibt die dreimalige Aufforderung alles fallen zu lassen und sich zu ergeben. -Vergebens. Nun greift der Beamte resolut ein. Mit dem Schild wird der Angreifer, dessen Messer und Pfefferspray abgewehrt, zurückgedrängt und der Hund mit dem Kommando “Bein” zum Beißen eingesetzt. Mit Hilfe des Schildes ist es nun möglich Hund und Hundeführer auf eine Distanz zu bringen ohne, daß der Gegner nur einen Treffer landen kann. Hat der Hund seinen Griff gesetzt wird der Gegner durch die zwei hintenfolgendenden Kollegen zu Boden gerissen und unter Kontrolle gebracht. Erst jetzt darf der Hund zum Ablassen kommandiert werden. Nach diesem Einsatzt gibt es wieder eine Besprechung. Wo der DHF die gesamte Situation schildern und beurteilen muß. Sollte es Unklarheiten in Einsatztaktik oder gar Unsauberkeit des Hundes geben wird alles wiederholt. Wenn nicht kommt sogleich der nächste Hund zum Einsatz.
Doch nun ein paar Bilder von verschiedenen nachgestellten bzw. vorauszuahnenden Situationen im Praxistraining mit der holländischen Polizei. Die Bilder wurden zum Teil selbst gemacht oder der holländischen Hundezeitschrift HONDENSPORT UND SPORTHONDEN entnommen. Welche ich sehr empfehlen kann, da sie jeden Monat über das berichtet was uns Bürger nachts gut schlafen läßt... Infos zu dieser Zeitschrift können auch unter www.hondensport-sporthonden.nl entnommen werden
Hier sehen wir nun ein sogenanntes Trockentraining, außerhalb jeglicher Objekte. Der angehende DHF soll hier den gezielten Einsatz ohne Streß lernen.
Steht der Arrestant nun unter der Kontrolle der Kollegen, darf der Hund getrennt werden. Auch hier ganz klare Anweisungen durch den Instrukteur (links)
Nun die nachgestellte Ernstsituation. Fußballchaoten randalieren und schmeißen mit Steinen (Nachbildungen aus Schaummaterial) nach den Beamten. Die Situation eskaliert. In solchen nachgestellten Situationen können bis zu 20 verschiedene Helfer mit jeweils unterschiedlichen Aufgaben im Einsatz sein um die Hunde optimal zu schulen.
Schnell wurden die Anstifter mit Kollegen von der Gruppe getrennt und mittels Hund ausgeschaltet um weiteren aggressiven Handlungen entgegenzusetzen.
Und nochmals die gleiche Situation im Trockentraining auf dem Hundeplatz. Die hintenstehenden Beamten stehen zur Absicherung und müßen so tun als ob sie ihr Schild und ihren Schlagstock im Anschlag haben.
Auch im Einsatz mit dem Dienstpferd muß der Hund stets zuverlässig und gezielt eingesetzt werden können.
Nächste gestellte Situation. Eine Schlägerei zweier Männer in einem Lokal in Amsterdam. Der Diensthund muß nun zum Einsatz kommen um die Situation kontrollieren zu können. Trotz starker Belastung hält der Hund den Griff sauber und fest und richtet somit keine weiteren Verletzungen an, bis die Beamten herbeieilen um die Situation zu kontrollieren.
Und im Anschluß wird ein Kind vermißt. Der Hund hat dies zu unterscheiden und dementsprechend sich zu verhalten. Hier wunderschön zu sehen von Polizeihund “Rocco”.
Auch dies ist ein Polizeihund mit Basiszertifikat PH1. Er ist im Einsatz bei der Wasserschutzpolizei und leistet hier vorzügliche Arbeit.
Hier muß der Polizeihund eine Person finden und anzeigen welche sich im Wald mit einem Tarnnetz versteckt hat. Wie schon beschrieben, ein Biß und der Hund wird suspendiert.
Hier sehen wir nun ein paar Fotos von der jährlichen Überprüfung des Diensthundes in Holland. Auch Futterverweigern und Gegenstandsbewachen sind hier Teil davon. Gerade diese Übungen verlangen vom Hund Selbstkontrolle und Intelligenz. Aggression und dummes Triebverhalten haben hier nichts verloren.
Ein Test auf das Vertrauen und die Zusammengehörigkeit von Hund und Hundeführer.
Anzeigeübung in einem Park. Wie beschrieben, sollte der Hund beißen ist er durchgefallen!!
Anzeigen eines Verdächtigen im Wald. Der Hund muß nun unterscheiden, da von einer stehenden Person stets auch aktive Gewalt ausgehen kann muß der Hund wissen, daß er hier besser aufpassen muß, als wenn dieselbe Person am Boden kauert und kaum Lebenszeichen von sich gibt. Für deutsche Verhältnisse kaum zu glauben, aber der Hund kann das genau unterscheiden.
Auch das Stockstellen ist eine sehr wichtige Übung für einen angehenden Diensthund. Diese Übung verlangt Mut und Souveränität, genauso wie Härte und Durchsetzungsvermögen.
Hier eine Suchübung wie in der PH1 es sind in diesem eingegrenztem Areal verschiedene Gegenstände zu finden. Auch im Ernstfall kann den Hunden die gleiche Situation geboten werden. So sieht man jede Woche im holländischen Fernsehen wie der Diensthund im Einsatz arbeitet und z.B. nach einer Schießerei die verschossenen Patronenhülsen suchen und apportieren muß. Das Argument, daß hierdurch DNA Spuren verloren gehen stimmt nicht und wird ganz klar wiederlegt.
Und nochmals eine Anzeigeübung in wieder einem anderen Areal von einer Zivilperson. Der Gedanke der gleichzeitigen Rettungshundetauglichkeit beim Diensthund spielt in Holland eine sehr wichtige Rolle.
Auch die Wasserarbeit stellt ein Teil der Diensttauglichkeitsprüfung dar. Die Anzahl der verschiedenen Übungen fördern sehr die Intelligenz des Hundes. Nur so lernt er sein Gehirn gezielt einzusetzten und verschiedene Situationen richtig zu beurteilen. Was ihn dann im Nachhinnein natürlich wieder umgänglich und sozial werden läßt, da er ja weiß wo er wie was zu machen hat.
Dies waren also nun ein paar kleine Ausschnitte dieser Zulassungsprüfung. An dieser Stelle möchte ich nochmals erwähnen, daß die PH1 welche zum größten Teil vom “Normalbürger” in Holland absolviert wird Vorraussetzung ist, um überhaupt an dieser Basisprüfung teilnehmen zu dürfen. Durch die große Anzahl an Hunden, welche jedes Jahr von der Bevölkerung zur Prüfung gebracht werden, hat die Polizei keine Probleme gute Hunde zu finden welche nicht nur diensttauglich sind, sondern vor allem schon eine Grundausbildung genossen haben welche ein Weiterarbeiten im zivilen Bereich sehr erleichtert. In dem Monat der Umstellzeit von der PH1 zum Diensthund muß lediglich der Jutegeruch des Vollschutzanzuges abgebaut und dem Hund eine Eingewöhnungszeit beim neuen Hundeführer zugestanden werden. Dieses System bildet einen so vorzüglichen Kreislauf für den Hund, dessen Selektion, dessen Zucht, bietet der Polizei regelmäßigen Nachschub an Hunden und gibt letztendlich der Bevölkerung, welche diese Hunde mit unterstützt in Ausbildung und Zucht, die ersehnte Sicherheit!! Und dies ohne Papiere, aber mit viel Stolz... So war und ist es also möglich einen Bereich abzudecken welcher jedem zu gute kommt. Auch hier in Deutschland sollte man sich darüber Gedanken machen, einen solchen Kreislauf ins Leben zu rufen damit auch hierzulande kontinuierlich gleichbleibende Qualität an Hunden für die Polizei vorhanden ist.

Denn eines ist Fakt, von unseren Nachbarn aus Holland können wir sehr viel lernen. Die Behauptung unsere einheimischen ausgebildeten Sport,- sowie Polizeihunde seien die Krönung der Zucht und Ausbildung ist schon seit Jahrzehnten lediglich Propaganda unserer Rassezuchtverbände, welche ihre Fäden schon je her auch in diesem Bereich gut verstrickt haben. Was mir jeder, der etwas Ahnung hat und in diesem Bereich tätig ist bestätigen wird. Auch die Tatsache, daß in Deutschland immer noch der Allroundhund gesucht und angeblich auch gefunden wird, ist meines Erachtens absolut utopisch sowie teils auch verlogen. Abgesehen davon, daß ich von einem Hund den ich auf nur einen Bereich spezialisiere immer mehr Leistung und Sicherheit bekommen werde als von einem Hund der von allem nur ein bischen können darf und kann, kann ich als DHF nicht verlangen, daß ich einen solchen in Deutschland selektierten Kommisar Rex bekomme (mit seltensten Ausnahmen). Denn wenn ich einen solchen Hund suche und bevorzuge, muß dieser bereits in den Vorfahren dementsprechend selektiert worden sein. Was bedeutet, daß ich über das Standardprogramm wie das der VPG und IPO, wo eine Minimalausbildung reicht um mit dem Hund arbeiten und züchten zu können, wo der minimalst veranlagte Hund beste Punkte machen kann, wo der selbständig arbeitende und hochintelligente Hund sogar nur schwer bestehen kann, nicht verlangen kann, daß hier besonders intelligente, anpassungsfähige und vitale Hunde herauskommen. Denn jedes Programm ist für seine Hunde verantwortlich. Und was kann ich in diesem Bereich schon für Hunde erwarten, wenn mittlerweile die PO so angepasst wurde, daß auch der Schlechteste der Schlechten hier noch gut bestehen kann. Wenn kranke, trieblose und genetische Krüppel in einem solchen Programm bestehen können, kann ich doch nicht behaupten, daß dies die Krönung sei...?! Und dann noch die Behauptung, daß doch alles in Ordnung ist...,- Lug und Betrug auf der gesamten Ebene. Spätestens in den nächsten 10 Jahren wird durch diese Minimalselektion die genetische Qualität der Gebrauchshunde im IPO Bereich so drastisch abnehmen, daß es ohnehin keinen anderen Weg geben wird als andere Ausbildungsprogramme zu etablieren, Vorraussetzung die Tradition des deutschen Arbeitshundes möchte erhalten werden und nicht der dicke Geldbeutel einiger Züchter...!! Beispiel SV: Erst jetzt haben wir echte Probleme damit was unsere Vorfahren zusammengezüchtet haben. Der Genverlust ist so enorm, daß es fast keine Rasse gibt welche mehr Erbkrankheiten besitzt. Mit dem zusätzlichen Verlust des Selektionssystem und der immer besser werdenden kynologischen Ausbildung ist es abzuwarten, wann dieser Hund ebenfalls für den Dienst bei der Polizei verloren geht. Beispiel DMC: Mit der Eingrenzung von ausländischen Deckrüden wurde auch in diesem Bereich die genetische Vielfalt so minimiert, bis wir in ein paar Jahren auch hier nur noch genetische Krüppel vorfinden werden. Denn erst das Selektionsprogramm unserer ausländischen Nachbarn und der daraus selektierten Deckrüden machte unsere DMC Linien so wertvoll. -Doch durch die Angst, der eigene Deckrüde würde dann nicht mehr gebraucht, da eh nur minimalst selektiert, machte man hier eine Schranke vor und behandelt die hiesige Zucht wie auf einer Insel. Also ran ans Werk und Umdenken. Auch wenn es anfangs schwer sein wird. Die Zukunft und unsere Kinder werden es uns danken. Für alle Diensthundeführer und Menschen, welche Lust am Umdenken bekommen haben, stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Und wir werden immer mehr. Alleine in den “neuen” Bundesländern wird immer öfter nach dieser Philosophie, mit viel Erfolg, umgestellt. Der erste deutsche DHF wird schon nächstes Jahr mit seinem Diensthund an einer PH1 Körung teilnehmen. Steht auf und macht mit. Unterstützt was uns unterstützen wird, wenn wir es nötig haben...!!! Nehmt von Eurem Recht gebrauch, Hunde effektiv, artgerecht und fachbezogen, für einen echten Arbeitsbereich auszubilden!! -Bevor uns auch noch diese Tradition durch die hiesigen Verbände und deren Angstschürerei verloren geht...
Ich weiß auch schon jetzt, daß es einigen von euch wieder überhaupt nicht paßt, was hier geschrieben wurde, obwohl es doch der Wahrheit entspricht, oder?? Und ich weiß, daß es immer der gleiche Schlag von Menschen ist, der hier probiert Gegenargumente aus Frust und Emotionen zu finden. Und ich weiß, daß genau dieser Schlag Mensch noch nie über den eigenen Tellerrand hinauskam, sich aber trotzdem Vorurteile erlaubt, vielleicht noch an dementsprechender Position sitzt, beeinflußt ist von unserer hiesigen Probagandamaschinerie der Zuchtverbände wie Medien und dann ein Urteil spricht. Euch allen möchte ich etwas mehr Toleranz vermitteln. Ob dies den Tierschutz betrifft oder den Sachverständigen welcher über das IM beauftragt wird. Macht euch Gedanken über was Ihr entscheidet. Wenn Ihr meint, daß das alles nur Kriminelle sind welche zu uns stehen und gerne mit uns trainieren möchten, dann wären über 80% der Deutschen und der deutschen Diensthundeführer Verbrecher und Tierquäler!! Unsere Anhängerschaft wächst von Tag zu Tag. Und sie wächst genauso schnell wie die Hunde in unserem Land qualitativ für den Dienst und Sport versagen. An ein Zurück ist bald nicht mehr zu denken, da immer mehr Menschen von der fast 100 jährigen Philosophie der KNPV überzeugt sind, hinter ihr Stellung beziehen und vorallem von ihrem Recht Gebrauch machen möchten. Ich hoffe es geht nicht mehr all zu lange und wir werden auch hier in Deutschland immer mehr KNPV Clubs finden, welche einzig und alleine zum Wohl der Bevölkerung trainieren, um die Ehrlichkeit gegenüber dem Hund und dessen Hundeführer wieder herzustellen. Denn mit Ärmelchen holen, einer “Schrägwand”(der absolute Witz im Gebrauchshundesektor) welche im IPO-Sport sogar noch 20cm höher steht als bei einer deutschen Diensttauglichkeitsprüfung und dem bischen Minimalaufwand um an das Standardprogramm hinzukommen, kann man weder einen guten Arbeitshund selektieren, noch einen guten Hundeführer, noch die Zucht und Tradition aufrecht erhalten, noch der Bevölkerung die Sicherheit bieten welche sie verdient und jährlich mit ihren Steuern bezahlt. Im Gegenteil, hier wir propagandiert, daß alles schon immer super war und sich in Zukunft auch nichts ändern muß. Die Leute vor Ort wissen allerdings von was ich rede. Ein Bürokrat welcher dann noch zum Sachverständigen anerkannt wird, in seinem Leben vielleicht ein paar IPO Prüfungen gemacht hat, wenn überhaupt, darf dann über solch brisante Themen urteilen und seinen Stempel darunter setzen. - Wer darunter zu leiden hat ist natürlich der DHF!! Dies gehört verändert und abgeschafft. Denn diese abermillionen an Euro welche dieses System jedes Jahr für nichts und wieder nichts verschluckt können ganz leicht durch die Philosophie der KNPV gespart werden. Ebenso würde ich darauf bestehen, daß die Menschen welche an oberster Stelle entscheiden dürfen, keinem Rassezuchtverband angehören dürften. Wer etwas Ahnung von der Materie hat weiß warum... Ob dies nun die Zucht von erbgesunden Mischlingen angeht oder die artgerechte Ausbildung und Selektion dieser ist egal. Ein Sachverständiger welcher zugleich in einem Rassezuchtverband etwas zu sagen hat, wird immer Partei ergreifen. Ein Sachverständiger welcher nur auf das Wissen aufbauen kann, welches hier in Deutschland vertreten und propagandiert wird, kann nie objektiv handeln und denken. Ein Sachverständiger der der Meinung ist, daß Hunde welche an einem Vollschutzanzug aus Jute aggressiv/er werden kann noch nie einen wirklich aggressiven Hund gesehen haben, geschweige denn mit diesem in unserem Bereich gearbeitet haben, denn sonst wüßten sie, daß dies in unserer Arbeit nicht möglich ist!! Mit diesen Worten möchte ich dieses Kapitel beenden, in der Hoffnung, daß noch mehr Menschen umdenken, uns unterstützen, mit uns trainieren und damit für mehr Sicherheit in diesem Kreislauf sorgen. In der Hoffnung, daß vielleicht doch der ein oder andere Sachverständige aufwacht und in sich kehrt und sich vielleicht überwindet mit uns Kontakt aufzunehmen,-wir beißen nicht und sind schon lange keine Chaoten!! Fahrt mit uns mit nach Holland seht Euch die Hunde an und laßt Euch überzeugen.
Allen Diensthundeführern möchte ich hiermit anbieten sich bei uns zu melden. Wir möchten zweimal jährlich einen Erfahrungsaustausch mit der holländischen Polizei anbieten. Dies sollte dann ein ganzes Wochenende gehen um weiterhin den Gedanken der KNPV zu etablieren. Für einen Solidarbeitrag von nur 5,-€ jährlich könntet Ihr unsere Sache unterstützen und hättet bei einem Erfahrungsaustausch freien Eintritt. Für weitere Fragen und Infos könnt Ihr Euch gerne melden.
Auch der Normalbürger kann unsere Arbeit mit einem Jahresbeitrag von nur 10,- € unterstützen. Es sollte ein symbolischer Betrag sein, welcher zeigen soll, wieviele ”Normalbürger” tatsächlich von unserer Arbeit überzeugt sind und welcher am Ende jeden Jahres an eine Rettungshundestaffel gestiftet werden soll. Macht mit, steht zu Eurem Recht, lasst Euch nicht weiter von der falschen Informationspolitik hier zu Lande beeinflussen und fordert zurück für was der Arbeitshund einmal gestanden hat!!
|