Aggressionsförderung

Aggression, ein wie ich meine sehr großes Wort, welches von jedem anders ausgelegt wird.
Schon so oft wurde ich mit diesem Wort konfrontiert, richtig in den Mund nehmen und aussprechen mag es aber keiner. An was liegt das? Wieso wird die Sache mit der Aggression so in den Dreck gezogen? Was oder wer macht dieses Wort so negativ?
 Ist nicht die Aggression diejenige welche uns am Leben hält. Welche es uns und den Hunden ermöglicht Intelligenz zu entwickeln, uns durch Probleme zu boxen und über Niederlagen hinwegzukommen?!?!
 

Die Aggression gehört zu unserem Leben wie Wasser und Brot. Ohne sie ist kein Leben möglich. Erst wenn wir zu viel und unkontrolliert von allem aufnehmen werden wir krank. D.h. wer im Unverstand frißt und säuft hat sich nicht mehr unter Kontrolle und artet aus. Genauso ist es mit der Aggression. Es ist absolut relativ wie aggressiv ein Hund oder Mensch ist, solange er sich zu händeln weiß und sich unter Kontrolle hat!!
Erst wenn die Aggression in die richtigen Bahnen gelenkt wird, sind wir und die Hunde in der Lage kreativ zu denken und aktiv zu handeln. Es liegt also ein großes Stück an uns was wir daraus machen.

 



Angriff eines deutschen Polizeihundes: Ohne Einsatzfreude nicht möglich!!

Ich möchte hier, gerade im Bezug auf die “illegale” Aggressionsförderung, anhand einiger Beispiele die Ausbildung in der IPO und deren Linien mit den Unsrigen vergleichen.
Gerade im Bezug auf die Arbeit am Vollschutz werde ich sehr oft auf aggressionsfördernde Ausbildung angesprochen. Jedesmal mit der gleichen Erkenntnis, daß die Menschen welche mich darauf ansprechen, absolut unwissend sind und dadurch auch Angst haben.
Selbst Sachverständige können den Unterschied zwischen Aggression, deren Förderung und Beutetrieb oftmals nicht definieren. Theoretisch vielleicht schon, aber praktisch sieht es dann oftmals so aus, daß jeder Hund der zum Bellen ermutigt wird, zu gesteigerten Aggressionen neigt!?
Ebenso Hunde, die am Vollschutz gearbeitet werden. Aus welchem Grund auch immer diese Hunde aggressiver denn andere sein sollen, die Tatsache mit dem Vollschutz reicht um die Hunde, die Arbeit und die Halter als asozial und kriminell hinzustellen.
Erst als ich mich in einem Gespräch mit einem solchen Sachverständigen unterhielt, merkte ich, mit welcher Unwissenheit diese Menschen bei der Arbeit sind. So ging dieser Mann doch tatsächlich in der Annahme, daß die Hunde in Holland alle auf den Hals- und Nackenbereich ausgebildet werden. Er war sich weiterhin sicher, daß jeder Hund der an einem Vollschutz gearbeitet wird, in seinem Aggressionsbereich gefördert wird, bzw. gefördert werden muß. Ich weiß, daß -zig andere Hundeführer, Sachbearbeiter, Veterinäre usw. genauso denken und ich kann diese Leute nur um eines bitten - Lest diesen Text, kommt vorbei, seht Euch die Arbeit unserer Hunde und eurer Nachbarländer an, nur macht irgend etwas gegen Eure Unwissenheit und Angst. Gesteht Euch ein, daß Ihr davon nichts wißt und Ihr über Themen entscheidet von denen Ihr keine Ahnung habt.



Was ist Aggression? Wie sieht sie aus? Wie wirkt sie sich aus, vor allem in der Ausbildung? Für was und wann brauche ich deren Förderung? Wißt Ihr überhaupt wie ein Hund reagiert wenn er so richtig geladen ist? Wißt Ihr überhaupt für was und welche Hunde die Förderung benötigt wird?
Das sind Fragen die einmal gestellt werden sollten.
Ich denke jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von aggressiven Hunden oder auch Menschen.
So gibt es Menschen die andere als aggressiv bezeichnen, weil sie in einer Diskussion lauter werden, also eine rein subjektive Einstellung vertreten.
Aber dies ist doch die falsche Definition. Diese lauten Menschen sind doch nicht aggressiver denn andere, sie haben sich nur nicht mehr unter Kontrolle.
Andere wiederum, der souveräne Typ, profitiert davon. Er weiß, daß ein so geladener Mensch in einer Diskussion niemals den klaren Gedanken fassen kann wie er. Er wird seinen Diskussionspartner immer wieder bloß stellen können, da er Argumente finden wird, auf die man im erregten Zustand nicht mehr kommt.
So auch bei den Hunden. Irgendwann setzt da was aus, die Kreativität und das Lernen ist nicht mehr möglich, weil sie womöglich nie richtig gezüchtet, gearbeitet, ausgebildet oder erzogen wurden.
Sprich, die Kanalisierung der Agression in lernfähiges Verhalten und Wißbegierde wurde verpaßt oder nur sehr schlecht vermittelt.
Das Resultat:  Der überdrehte Hund wird gewisse Arbeiten nicht ausführen können, weil er sich nicht mehr zu händeln weiß. Ob dieser Hund so gezüchtet wurde, oder so gemacht wurde, ist in diesem Moment egal. Tatsache ist, daß er nur gering einsatzfähig ist.
Näheres dazu später.

Wie erwähnt- Aggression ist ein großes Wort und immer eine Auslegungssache. Sie ist abhängig vom Wissen, der Routine und der Sensibilität des Betrachters.
So kenne ich das Problem aus Holland gar nicht. Hier redet man nur über asoziale Hunde. Was schon viel mehr definiert ist. Da asozial für nicht gesellschaftsfähig steht und somit der Hund oder Mensch ein klareres Profil bekommt. Wenn ich in Holland von aggressiven Hunden rede, weiß keiner so richtig was ich damit meine. Es wird hier auch keiner  seinen Hund als aggressiv deuten. Sondern eher als Hund mit einem guten Beißdrang, einem hohen Reviertrieb, einem hohen Beschützerinstinkt oder Bewachungstrieb.
Wenn ich allerdings von asozialen Hunden rede weiß jeder was gemeint ist. Das sind Hunde, mit denen man nichts zu tun haben möchte, weil es nicht möglich und vor allem unverantwortlich ist, diese Hunde in der Gesellschaft zu führen.



Gegenstand revieren: die Hunde sollen einen fremden Gegenstand im Wald revieren und lernen bis zu 5 Minuten zu verbellen. Ohne “WOLLEN” des Hundes nicht möglich.
Dies kann auch nicht angelernt werden, sondern die Hunde müssen von sich aus wollen!!

Vergleich Deutschland:
“Ein Hund der das Gegenstandsbewachen erlernt bekommt, ist in seiner Aggression gesteigert.”
Dies ist eine Aussage eines “sogenannten” Sachbearbeiters.
Man sieht schon wie plump, dumm und unzurechnungsfähig diese Aussage ist. Auf welchen Argumenten stützt sich eine solche Behauptung sonst?
Was in Holland,Belgien und Frankreich als Bewachungstrieb bezeichnet und selektiert wird, wird in Deutschland so einfach mir nichts dir nichts als Aggressionsförderung abgestempelt. Ein Trieb, welcher schon seit hundert Jahren in den Hunden selektiert wird, um dann von einem sogenannten Sachbearbeiter als “kriminell” bezeichnet zu werden.
Zumal jeder, der seinem Hund das Gegenstandsbewachen je beigebracht hat, ganz genau weiß, daß hier die offene Aggression gar nichts verloren hat. Da der Hund in dieser Gefühlslage nicht mehr im Stande ist sich selbst zu kontrollieren. Er würde nur noch kämpfen wollen und den zu bewachenden Gegenstand aufs Spiel setzen. Gerade bei dieser Übung muß der Hund zeigen, daß er auch ohne Aggression selbständig arbeiten kann.
Hier sieht man doch ganz schön in welche Misere wir gestürzt sind. Nur weil ohne Kopf und Verstand aber mit viel Aktion aus dem Bauch (Aggression????) über Lebewesen und Selektionsmethoden entschieden wird, mit denen schon seit -zig Jahrzehnten die besten Hunde produziert wurden.
Und der absolute Hohn ist dann der, wenn genau diese Personen Hunde aus diesen Linien kaufen, welche über dieses “asoziale” Selektionssystem gezüchtet und selektiert wurden.
Diese Scheinheiligkeit finde ich zum kotzen!!



Ohne seine hohen Aggressionsbereiche und deren optimale Kanalisierung hätte dieser Rettungshund weder Willen und damit auch keine Intelligenz, noch Durchhaltevermögen um den Verschütteten zu finden!!

 Die Menschen in Deutschland müssen wieder lernen ehrlich zu sich und den Hunden zu sein. Und dazu benötige ich zu allererst ein ehrliches Programm welches der Hund ableisten muß. Da kommt weder eine DMC Körung hin, noch eine SchH3,
doch dazu auch später mehr.   

Zurück zur “Aggressionsförderung”, ihren Gründen und Anhängern:
Auf Hundeplätzen erlebe ich es immer wieder, daß in verschiedene Hundecharaktäre die wahnsinnigsten Verhaltensweisen hineinprojiziert werden. Da werden zum Teil Hunde als unberechenbar abgestempelt, bloß weil der Übungsleiter oder HF nicht damit zurecht kommt und trotz langjähriger Erfahrung Angst hat. Oftmals sind dies aber bloß Hunde, denen es an Gehorsam und Erziehung fehlt und deswegen etwas aus der Reihe tanzen. Aber ist der Hund deswegen aggressiv, weil er das Kommando AUS nicht richtig gelernt hat? Oder, weil die Nerven mit ihm durchgehen und er seine Klappe nicht halten kann?
Bedeutet das, daß diese Hunde unberechenbar und böse sind??
Kein Wunder, daß immer weniger Leute einen Hund mit Leben haben wollen, wenn sie schon bei unerzogenen Hunden ins schwanken kommen. Beziehungsweise diesen von vornherein nicht richtig erziehen und geschweige denn ausbilden können.
Aber sitzen diese Leute dann am richtigen Platz?? Sollten sich diese Menschen nicht lieber mit Modellbau beschäftigen??
Der Arbeitshund wird dadurch nicht besser. Im Gegenteil, es entsteht ein Kreislauf, welcher es veranlaßt, daß sämtliche Arbeitshunde immer lascher gezüchtet werden müssen. Nur damit einige Leute einen scheinbaren Arbeitshund besitzen können.

Doch, was ist ein aggressiver Hund?
Für mich ist ein aggressiver Hund zunächst einmal ein Hund mit Leben. Ein Hund der mit allen 4 Pfoten auf der Erde steht, Selbständigkeit an den Tag legt, dessen Intelligenz von seinen Aktionen abhängig ist und umgekehrt, der kämpft um an sein Ziel zu kommen, der kämpft  des Kampfes wegen, dem kein Ziel zu weit ist und der alles für mich und sein Rudel machen würde. Und zwar wirklich alles !!.
Man könnte ihn mit einer Mischung aus Topathlet und einem Soldaten vergleichen. Er würde niemals ans Aufgeben denken, alles aus freien Stücken tun, gnadenlos beim Durchsetzen seiner Ziele und trotzdem stets souverän mit der nötigen Disziplin.
Dies ist meine Vorstellung von einem guten, oder wie ihn andere beurteilen mögen, aggressiven Hund. Dieser Typ Hund muß nur lernen was Disziplin ist, den Rest lernt er zum allergrößten Teil, dank seiner Aggression oder seinem Willen zum Lernen und Überleben, alleine!!

Und hier ist gerade der Punkt wo sich die Wege trennen:
Jeder hätte gerne genau diesen Hund, aber ausbilden könnten ihn nur die Wenigsten von ihnen. Mittlerweile ist es ja schon so, daß gerade die neueren Generationen diesen alten Schlag Arbeitshund gar nicht mehr kennenlernen können und wirklich meinen, daß das was sie an der Leine haben das Arbeitstier schlechthin ist.
Logisch, daß sich die Ausbildung dahingehend ändern muß.
So ist es doch eine Tatsache, daß ich von Süd- bis Norddeutschland keinen Hundeplatz kenne, wo nicht mit der “Triebpeitsche” oder Pressingmethode gearbeitet wird, oder gearbeitet werden muß. Von Disziplin und Gehorsam oftmals keine Spur, da diese Methode zudem sehr oft falsch verstanden und umgesetzt wird und die Komponente “Zwang” teilweise ganz fehlt.
Mit teilweise extremen Ausnahmen, ganz klar!!
Es wird auf gut Deutsch Aggressionsförderung oder Triebförderung betrieben, um aus den Hunden zumindest noch ein bischen Leben rauszukitzeln. Ob Sport oder Diensthundesektor ist egal. Ein großer Teil der in Deutschland geführten “Schutzhunde” kommen ohne Lernfixierung in der Aggression nicht mehr weiter.
 

Erkenntnis:
Anstatt Hunde zu selektieren, zu züchten und zu kaufen, welche schon von sich aus arbeiten wollen, kauft man irgendwelche genetischen Krüppel denen man später alles beibringen muß. Das fängt beim Apportieren an, geht über die Fährte bis hin zum Schutzdienst.


Das Suchen, Revieren und Stöbern muß angeboren sein. Es gibt da erhebliche Unterschiede zwischen Hunden die von sich aus wollen und Hunden die es erlernt bekamen und mehr oder weniger, müssen!!

Wie schon anfangs beschrieben: Ein Grund für die Misere ist die Qualität der Hunde und Hundeführer. Der größte Teil der heutigen Hundeführer ist nicht mehr bereit einen qualitativ hochwertigen Hund zu führen. Da sind eben ganz andere Interessen.
Z.B.: Zuerst Familienvater - dann Polizist und danach Hundeführer.
- Ein guter und echter Arbeitshund läßt sich aber nicht auf den dritten Platz abschieben. Der will immer vorne mitlaufen und möglichst als Erster.
Im Sportbereich die gleiche Schose. Das wichtigste ist die Geselligkeit und nicht mehr die Ausbildung. Genau diese Einstellung findet man auch in den deutschen Zuchtlinien immer häufiger.
Doch anstatt, daß die zuständigen Rassehundzuchtverbände einschreiten und klar machen, daß man mit dieser Faulheit keine Arbeitshunde erhalten kann, wird eine Rasse nach der anderen verkauft und verraten. Menschen die etwas ändern wollen werden abgesägt oder deren Wissen untergraben.
- Siehe Dr. Raiser (SV), oder auch Volker Riedel (DMC), welche mit ihrer klaren Einstellung etlichen Züchtern immer wieder auf die Füße treten.

Schon klar, daß die einzelnen Verbände eine Stellungnahme zu ihren Hunden abgeben müssen, gerade in der Zeit der Kampfhundehysterie, aber muß man sie dann als nicht aggressive und leblose Krüppel verleugnen, züchten und verkaufen?? Wäre eine ordentliche Aufklärung nicht besser?? Gerade um der Bevölkerung zu zeigen, daß nur gewisse Menschen diese Hunde bekommen und diese dann vernünftig zu einem guten und allgemeinen Zweck ausbilden.
Man würde damit Verantwortung gegenüber der Rasse und der Gesellschaft zeigen!!
Aber - Blut g€l€ckt!!

Siehe man sich doch nur die einzelnen ZTP-Prüfungen der verschiedenen “Gebrauchshundezuchtverbände” an.
- Ein Witz!! Nicht nur das Programm sondern auch die Hunde welche dort bestehen. Logisch, mit ganz wenigen Ausnahmen. Es ist allerdings immer wichtiger ein gutes Schauergebnis mit zur ZTP zu bringen als eine vernünftige Arbeitsfreude.
Beispiel ADRK:
ZTP: der Hund “muß” am Halsband zum Überfall geführt werden. Der Gehorsam steht da überhaupt nicht im Vordergrund, weil sie wissen, daß etliche Hunde unter Druck nie bestehen würden, dafür aber schön aussehen können.
 Und was wird dann im Training gemacht, da der Hund in der Prüfung eh nicht abhauen kann??
Ganz klar - Trieb oder Aggressionsförderung! Damit er gut aussieht und zumindest etwas nach vorne geht wenn der Helfer aus dem Versteck kommt.

Die Körung, welche den besten Arbeitshund selektieren sollte, sieht dann so aus: der Hund, trotz SchH3, sollte nur eine Blende revieren, dann Verbellen, Flucht, und langer Gang.
 Auch hier, nur geringste Wertlegung auf Gehorsam. Die Züchter wissen ganz genau, daß ihr Hund die sechs Blenden nicht schaffen würde. Beziehungsweise, wenn er sie schafft er unten nicht mehr kann und keinen Ton mehr rausbekommt. Die meisten von den Hunden machen sowieso nur einmal SchH3 dann Körung und dann ab zum Decken.
 Was glaubt ihr wieviel Hunde durchfallen würden, wenn der Schwerpunkt nur aufs Revieren gelegt würde.
-Wer nicht reviert fällt durch!! Das würde voll einschlagen. Alleine an dieser Aussage sehe ich schon etliche Züchter die Haare raufen, denn diese müßten sich nun die Arbeit machen, den Hunden das Revieren zu lernen. Mit diesem kleinen Zeitaufwand würden Etliche schon nicht zurecht kommen und sich sträuben, man könnte also ganz klar die Faulheit mancher Vermehrer erkennen. Das Schlimmste ist aber, daß diese Leute von oben geschützt werden und sich die Zuchtpolitik immer mehr zu ihren Gunsten neigt.

Ich finde es schon einen absoluten Hammer, daß ein Gebrauchshund so tief gesunken ist, daß man ihn mit Wettereinflüssen und Gehorsam sämtliche Gebrauchshundeigenschaften nehmen kann!!
Denkt mal drüber nach!!


Zurück zur Körung:
Nun kommen die Hundeführer schon einen Tag früher, um ihre Hunde auf den Platz einzustellen (schon der erste Schwachsinn), dann werden die Hunde nochmal voll hochgedreht (Aggressionsförderung?). Ein nicht Ablassen nimmt man da schon mal in Kauf. Man ist ja froh, wenn der Hund überhaupt den Helfer findet und dann noch bellt.
Beim Absetzen fangen die HF dann am meisten an zu schwitzen, da dies die einzigste Übung ist wo der Hund wirklich selbständig rennen muß und es immer auf die Lust des Rottis ankommt ob er überhaupt aufsteht. Lange Flucht ist dann wieder kein Problem, da die Hunde eh stehen bleiben und warten bis sie den Ärmel in das Maul gedrückt bekommen.

Es ist als ob ich einen Jagdhund zur Jagd tragen muß!!
Für mich eine absolute Schande, dieses Kulturgut so verkommen zu lassen!!

Aber was liest man dann im Clubheft? Nicht daß die Arbeitsbereitschaft immer mehr den Bach runtergeht und man was tun sollte. Nein, Gratulationen für die Topleistungen der Hunde...
Normalerweise sollte der Helfer nach jeder Körung einen Sonderpreis bekommen, da es zwischendurch schon an Zauberei grenzt, wenn man sieht mit was für Charakteren da gearbeitet werden muß.

2. Beispiel, Dobermann Verein:
Auf der ZTP werden die Hunde an einer langen Leine zum Beißen “gebracht”, nach kurzem Bedrängen und streicheln mit dem Stock muß der Hund nicht einmal mehr AUS machen und bekommt den Ärmel.

Was ist das für eine Zuchtpolitik??

Wie soll das der Öffentlichkeit erklärt werden, wenn die Hunde das Kommando AUS nicht mehr kennen brauchen?!
Denn, daß die Hunde nach konsequentem AUS nicht mehr beißen würden, kann man ja als angeblicher “Gebrauchshundezuchtverein” nicht zugeben!!
Für mich ist das eindeutiger Etikettenschwindel. Ich kann nur jedem, der einen echten Arbeitshund möchte, raten gründlich darüber nachzudenken, bei diesen angeblichen “Gebrauchshundezüchtern” einen Hund für den Sport zu kaufen.
Die Zucht dieser Tiere ist nur noch darauf aus Profit zu ziehen. Der Bevölkerung wird durch die Lobby dieser Verbände erklärt, daß alles was nicht aus diesen Reihen kommt, aggressiv oder krank werden könnte. Und, daß nur durch ihre Zuchtselektion gewährleistet wird, einen Superhund zu erwerben.
Nur als Beispiel:
Man nehme einen Dobermann/Schäferhund/Rotti/Schnauzer usw. ohne Papiere und gehe mit diesem zu einer Ortsgruppe eines Rassezuchtverbandes. Wer meint, in diesen Vereinen Fuß zu fassen oder entsprechenden Respekt zu bekommen liegt falsch. Dies ist fast unmöglich. Zuerst bekommt man von den Vereinsmitgliedern gesagt wie schlecht es ist einen Hund ohne Papiere zu kaufen. Dann sagt einem der Übungsleiter, daß es die Arbeit eh nicht wert ist einen solchen Hund auszubilden. Und zum Schluß kommt dann noch der Figurant der aus jeder Übungsstunde für den Hund einen Wettstreit macht wie er den Hund noch mehr traktieren kann. Nochmals, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Das Feuer wird dann noch geschürt von der FCI. Welche es verbietet mit einem Hund ohne FCI Papiere auf der Weltmeisterschaft mitzulaufen.
Für mich sind genau diese Menschen unter anderem an der Aggressionsförderung, sowie der Schürung von Angst auf andere Ausbildungsmethoden Schuld.
Diese Menschen, welche mit ihrer Zuchtpolitik ihre eigene Gebrauchshunderasse verkaufen. Und verleugnen, daß diese Hunde Aggressionen für die Arbeitsfähigkeit benötigen. Die nur darauf aus sind Geld mit der breiten Masse zu machen und deswegen “weniger” aggressive Hunde züchten möchten, diese Personen sind daran schuld, daß nur noch sehr wenige Tiere gute Arbeit leisten können.
Man sieht dies im Sport und im Dienstbereich. Die Anforderungen werden immer mehr dem Ausschuß der Gebrauchshunde angepaßt.


Stimmt schon, Aggressionen scheinen da nicht mehr vorhanden zu sein, aber auch kein Wille und keine Aktion!
Vielleicht wird irgendwann verstanden, daß in der Natur alles miteinander verbunden ist!

Anstatt zu sagen, man macht es zumindest für die Guten schwerer, damit wirklich nur die Besten durchkommen und wieder eine Auswahl an Zuchtieren entsteht...
 Aber dann hätte man als Züchter etwas mehr Arbeit und Ausschuß bei der Selektion. Also wieder entgegengesetzt von dem was momentan produziert wird. - € ! 
Dann wäre es nicht damit getan den Hund ein wenig im Kreis rennen zu lassen und mal kurz anzupeitschen damit man ihn in die Zucht bekommt.
Und überhaupt, was soll das ganze Getue mit den Papieren??
Beschissen wird doch trotzdem. Ich will nicht wissen wieviele Hunde die Papiere verlieren müßten, wenn man sie entlarven würde. Die Kosten der Kontrolle der Zucht sind so immenz hoch und bringen tut es nix. Denn das Problem der Ehrlichkeit zum Tier und zur Zucht bleibt, es wird nur umgangen. Nur wer auf 100% Leistung setzt kann unmöglich bescheißen, denn diese ist meßbar!! Unsere Herren der “Schöpfung” und auch die nächsten Generationen werden durch diese Bestimmungen nicht abgehalten, um neue Wege zu finden um diese Bestimmungen zu umgehen. Sie werden dadurch nicht lernen wie was in der Natur funktioniert und zusammenhängt. Und somit auch nicht, wie es möglich ist vernünftige, gesunde Arbeitshunde zu züchten. Die Arbeit und Vorlagen unserer Vorfahren werden somit innerhalb kürzester Zeit zunichte gemacht.
Doch solange die Faulheit weiter in den Köpfen der Herren “Gebrauchshundezüchter” existiert, wird sich nichts ändern. Ich glaube viele der heutigen Züchter wissen gar nicht was sie da tun und was sie da zerstören. Sie gehen wirklich in der Annahme, daß das was die Hunde hier leisten das Absolute ist und alles andere nur Tierquälerei oder Aggressionsförderung.
Daß sie aber auf lange Zeit gesehen Qualzucht betreiben, weil sie den Hunden nicht mehr die Möglichkeiten geben sich selbst zu selektieren, das kapiert keiner!!
Es wird am Einfachen festgehalten. Man will nicht sehen wie es wirklich ist. Selbst beim DMC wo wohl noch am meisten verlangt wird, wird doch hauptsächlich auf den Schutzdienst Wert gelegt. Und was ist mit den anderen Stärken was einen echten Arbeitshund ausmachen.
Was ist mit der so legendären Sprung und Klettertechnik des Malinois, was ist mit der Schwimmtechnik, was ist mit dem Bellen (ein sehr wichtiger Punkt!), was ist mit dem “echten” Revieren, mit der Selbständigkeit alleine zu arbeiten ohne Papa und Mama, was ist mit dem Apportieren (nicht nur von einem Bringholz), was ist mit dem allgemeinen Arbeitsdrang und Durchhaltevermögen, Ausdauer??
Dies sind nur wenige Punkte die in diesem “Selektionssystem” total wegfallen und warum Züchter der Urformen der Mechelaars niemals einen deutschen Hund zur “Verbesserung” ihrer Linien einsetzen würden.
Für was benötige ich drei Körstufen um einen Hund zu beurteilen?? Sind die Hunde im DMC mittlerweile so schlecht, daß die Züchter Angst haben keine Hunde mehr in die Zucht zu bekommen??

Zu einem echten und guten Arbeitshund gehört noch mehr wie nur Beißen!!

                                      


                                                              


Sorry an dieser Stelle, man muß den Leuten vom DMC schon anerkennen, daß sie sich etwas gegen den Strom stellen, aber die Körung 3 ist trotzdem ein Witz in Bezug auf die Selektion was in den Ursprungsländern praktiziert wird. Viel Tam Tam für nichts. Da sind Parcours aufgebaut, alles schön bunt und nett. Aber die Hunde müssen immer nur das Gleiche machen. Durch die Belastung und Beißen...
Die Hunde welche die Körung 3 nicht bestehen sehe ich eh nur als allenfalls gute IPO-Sporthunde, zumindest können sie mir nicht mehr zeigen. Und solche Hunde haben in der Malinoiszucht nichts verloren, da sie schon diese einfache Art der Selektion nicht bestehen können.
Bemerkt ihr nicht auf welches Niveau ihr Euch herablaßt?  
Ich habe Videoaufnahmen in Holland gezeigt, wo jeder nur gestaunt hat. Hier kann man es einfach nicht verstehen, wie man sich auf solch banale Sachen stützt um einen Hund zu selektieren.
Aber, philosophieren nach der Prüfung, warum der Hund dies und das nicht gepackt hat. Wieder absolut typisch. Anstatt das Problem direkt anzugehen und etwas grundlegend zu verändern, wird diskutiert wie man das Problem umgehen kann. War dies nicht auch der Grund der drei Körstufen?? -mal ehrlich??


Doch nun wieder zurück zur Aggressionsförderung:
Was die Menschen endlich lernen müssen ist, daß nur schwache Hunde eine Aggressionsförderung benötigen.
Jedoch denke ich, daß dieses Eingeständnis, daß der eigene Hund der doch ein Teil von einem selbst ist, zu schwach ist um echte Arbeit zu leisten, daß dieses Eingeständnis für viele vielleicht sogar für die meisten HF unmöglich ist.
 Anstatt zu der Schwäche und dem Hund weiterhin zu stehen lügt man sich selber an. Das fängt in der Ausbildung an und hört in der Prüfungsordnung auf.
 Tatsache ist, daß der gute und echte Arbeitshund bei den Ausbildungsmethoden und den Hundeführern wie wir sie aus Deutschland kennen total abdrehen und kaum noch aufnahmefähig wäre.
Ich behaupte es gibt in Deutschland nur ein paar Hand voll Hundeführer welche in der Lage sind einen guten Hund im SchH Bereich vernünftig und konstant zu führen.
Dies sind Hunde denen man zuerst Technik anlernen muß, bevor man, wenn überhaupt, die Entscheidung trifft etwas Trieb zu machen. Somit fallen hier sämtliche aggressionsfördernde Ausbildungsmaßnahmen total weg.
Müssen wegfallen!!
Die Hunde werden im Alter ab einem Jahr ganz klar eingewiesen. Disziplin und Gehorsam ist das oberste Gebot, da ohne diese keine Arbeit vernünftig ausgeführt werden kann. Der größte Teil der Selektion und Ausbildung bezieht sich auf den Gehorsam des Hundes und nicht auf irgendwelche Triebphasen.
Sämtliche “positive” Ausbildungsmethoden wie Ball und Triebpeitsche würden diese Hunde nur verrückt machen.
 

Nur Hunde welche extrem untergeordnet werden können und trotzdem explodieren wenn sie arbeiten dürfen haben für mich einen vernünftigen Charakter und Wert.

 
Alleine das Lob oder der strenge Ton sind Bestätigung genug.

 Die Vermenschlichung des Hundes und dessen Ausbildung, wie sie schon Rittmeister Stephanitz um 1900 und Konrad Most um 1930 erkannten, kann und darf hier nicht angewandt werden.
Diese Vermenschlichung ist auch mit ein Grund warum die Hunde in Deutschland immer weicher werden.
Für was benötige ich einen Klicker, Ball oder Peitsche?? Wenn ich es nicht schaffe meinen Hund auch ohne diese Instrumente anders zu motivieren oder zu bestätigen, dann habe ich oder der Hund in diesem Sektor nichts verloren.
-Meine Meinung!!
Ebenfalls das E-Gerät. Wenn ich ein E-Gerät benötige, um vom Hund Gehorsam und Respekt zu fordern, dann habe ich in diesem Sektor nichts verloren.
 Leider fällt es doch sehr schwer sich solche Wahrheiten einzugestehen. Man macht es dann doch, da es ja mit dieser Stimulanz wunderbar “aussieht”. Aber Ehrlichkeit ist das nicht!!

Für den Hund dessen Ausbildung, Selektion und Leben wäre es wohl besser wenn sich viele dieser Pseudoschutzhundler endlich besinnen würden.
Aber, dann kommt der Egoist, “ich will einen Hund der Schutzdienst macht aber nicht mit mir und zur Fährte nicht zu früh aufstehen, apportieren nur wenn der Hund will, wenn er frech wird steck’ ich am besten den Kopf in den Sand und mach so als hätt’ ichs nicht gesehen”.
Nur eines nicht - richtig Ausbilden!
Kein Wunder, daß viele Züchter und Verbände darauf bestehen, das Arbeitsprogramm und dessen Aufwand so gering wie möglich zu halten, wenn es so einfach sein kann einen Käufer für einen solchen Hund zu finden.
 -Blut g€l€ckt!!
 

Man kann sich an dieser Stelle eines merken, die Qualität des Hundes ist immer nur so gut wie das Programm welches er ableisten kann!!

Erst bei der Ausbildung ist es möglich dem Hund sein genaues Verhalten und Wesen zuzuweisen. Klar, daß nicht jeder Hund für die gleiche Form der Ausbildung geeignet ist. Der eine ist zu stur der andere zu “aktiv”, wieder ein anderer zu sensibel. Aber das ist die Natur. Wir sollten nicht versuchen IHR vorzuschreiben wie was zu funktionieren hat.
Und dafür brauchen wir die Möglichkeit Hunde auch nach anderen Kriterien auszubilden, gerade um die Breite der genetischen Vielfalt in Deutschland wieder herzustellen!!

Was ich ebenfalls bemerken oder betonen möchte ist, daß diese in Deutschland verbotene Sache,
die Aggressionsförderung, doch von fast jedem IPO`ler oder Schutzhundler als ganz selbstverständlich praktiziert wird.
Das geht im Welpenalter los. Da sind die Hunde erst knapp 20 Wochen alt, muß man schon zeigen wie toll der zumachen kann. Da wird dann angepeitscht und gemacht und getan um den Hund schon in diesem Alter auf seine spätere Arbeit am IPO-Ärmelchen vorzubereiten. Mit Glück bekommt er dann noch Zeit zum Zahnen, denn danach wollen ja (fast) alle gleich voll loslegen. Mit 1 bis 1 1/2 Jahren dreht der Hund dann ab, kann nicht mal mehr ein Holz ruhig halten vor lauter “Trieb ?”. Was wird dann gemacht...?
Im Schutzdienst genauso. Da wird gepeitscht und mit Stachelhalsband den Hund verrückt gemacht.
Für was frage ich mich? Einen Hund den ich so traktieren muß um ihn aktiv zu machen hat doch überhaupt keinen Wert!!
Für mich ist das sehr schwer nachzuvollziehen. Ich vertrete die Meinung, daß junge Hunde zwar einen enormen Drang zum Beißen zeigen müssen, ich es ihnen aber nicht erlauben darf. Das heißt ich lasse Welpen und Junghunde bis 1 Jahr allenfalls an der Kette zusehen und halte sie ansonsten möglichst weit fern von allem was sie in Aggressionen oder Beißdrang versetzen könnte.
 Der Welpe und Junghund soll in der Lage sein seine Umwelt offen und frei anzusehen und von und mit ihr zu lernen. Er muß lernen was Souveränität bedeutet. Das verwehre ich ihm, wenn ich ihn schon in dieser Phase des Lebens übersteuere und er quasi nur lernt überall den Feind zu sehen.
 Wie, außer mit Starkzwang, soll dieser Hund später lernen sich einzukriegen und Disziplin zu zeigen. Gerade bei der Ausbildung in der KNPV, ebenso Franz. Ring oder Belgisch Ring ist es nicht möglich mit einem, wie man es aus Deutschland kennt, hochgedrehten Hund zu bestehen. Disziplin ist hier das oberste Gebot!!   
Dies ist eine Aufgabe die nicht mit 1 Stunde Training die Woche geklärt wird. Hier ist Zeit, Geduld, und Grips gefragt. Alles Tugenden auf die man hierzulande immer weniger Wert legt.
Von wegen: Video von Bart Bellon - E-Gerät - Malinois - Deutsche Meisterschaft.

Die andere Seite:
 Es sollte auch einmal erkannt werden, um welche Art der Aggression es sich beim einzelnen Hund handelt.
Wie schon anfangs erwähnt: Oftmals reden Menschen von aggressiven Hunden als ob sie unberechenbar wären. Oftmals werden Hunde völlig grundlos als unberechenbar eingestuft, nur weil sie vielleicht Charakter zeigen.
Ein guter Hund läßt sich eben nicht ungerecht behandeln- der zeigt Charakter.
Es ist nun zu klären, kommt diese Aktionsbereitschaft aus der Souveränität oder aus der Angst? Ist sie erlernt, also gefördert, oder war sie schon immer da und wurde unterdrückt, sprich der Hund erzogen?
Eines ist dabei allerdings klar, ein Hund der aus der Souveränität heraus arbeitet, ist der Umwelt gegenüber sicherer, als einer der gemacht ist oder gar Angst hat. Denn dieser Typ Hund weiß genau wann er wie reagieren muß, er weiß welche Macht er darstellen kann wenn es nötig ist. Dadurch, daß diese Hunde immer auf dem unteren Rang gehalten werden müssen, sind sie automatisch besser erzogen wie ein so freches Würstchen.

Gefährlich sind immer die Hunde die “trieblos” oder ängstlich gezüchtet werden. Denen ich erst beibringen muß, daß sie auch stark sein können. Wo ich als Helfer immer den Schwächeren spielen muß, um dem Hund zu zeigen, daß er doch nicht so ein Weichei ist. Aber was lernt der Hund? Daß er sich immer nur schwache Opfer suchen muß, um der King zu sein...
-den Rest kann man sich denken.
 

Erkenntnis:
Ein starker Charakterhund stellt nur in den seltensten Fällen eine Gefahr dar. Da er gelernt hat souverän, ruhig und diszipliniert eine Situation über sich ergehen zu lassen.

Wenn ich frage wie sich Aggression äußert, vor allem in der Ausbildung und für was ich deren Förderung benötige, bekomme ich meistens immer die gleiche Antwort, vom gleichen Typen Mensch: “Aggression, ohne das geht gar nichts. Du mußt den Hund immer hochdrehen; der muß kochen.” usw. 
Das ist für mich ebenfalls Unwissenheit von Menschen, die nicht wissen wie sich ein ECHTER Arbeiter verhält und funktioniert.

Ein alter Ausbilder hat mir einmal gesagt:

Der echte Arbeitshund darf nie gewinnen, denn wenn er gewonnen hat, hast Du verloren!!

Dies war und ist für mich die beste Beschreibung eines ECHTEN.
Es soll heißen: Einen echten Arbeitshund darfst Du nicht aufdrehen, um ihn freudiger oder gar aggressiv zu machen. Diese Hunde haben einen Charakter, der wenn er überreizt wird, dazu neigt nicht mehr händelbar zu werden. Diesen Hunden mußt Du  zuerst Technik und Gehorsam beibringen, bevor Du die Überlegung anstellst überhaupt Trieb zu machen. Denn eines ist eine Tatsache, wenn Du meinst den Hunden den kleinen Finger zu geben um sie etwas freudiger aussehen zu lassen, nehmen diese sich den ganzen Arm.
Dies soll natürlich nicht heißen, daß die Hunde asozial werden. Nein, diese Hunde können unter gewissen Gefühlszuständen einfach nichts mehr lernen, da ihre Kreativität verloren geht, sind also nicht mehr aufnahmebereit. Wenn Du nun als Ausbilder der Meinung bist immer mit Trieb zu arbeiten, kommt das schon der Tierquälerei gleich, da der Hund ohne gewissen Starkzwang immer wieder aus dem Funktionskreis ausbrechen wird.



Man sieht hier sehr schön die Ruhe des Hundes. Diese Ruhe müssen die Hunde bereits im Welpenalter lernen. Bin ich der Meinung nun diese Hunde im Kindesalter zu überreizen gehe ich dieser Ruhe, Disziplin und Souveränität entgegen. Der Hund welcher nun schon im Jugendalter überdreht und schlecht händelbar ist, könnte sich bei diesem Konflikt und dieser Belastung nur sehr schlecht wenn überhaupt beherrschen. Darum brauchen wir eine Selektion welche uns wieder Souveränität zurück in die Linien bringt!!

Ich denke das Thema der Aggression bauscht sich durch Angst und Unwissenheit auf. Im Laufe der Zeit bekommt man doch sehr den Wandel der Hundequalität zu spüren. Ob im Sport oder im Diensthundewesen. Man merkt es vor allem am Vergleich zwischen den heutigen Personen die Hundesport betreiben und den “Alten”.
War es früher nicht eine Lebensaufgabe für einen Hundeführer seinen Hund auszubilden.
 Man sieht dies schon in den verschiedenen Aufgaben welche die Hunde früher leisten mußten. Da war die Steilwand, Futterverweigerung, Vereinsamung, Fährtensuche mit Gegenständen und anschließendem Scheintäter, Gegenstandbewachen und und und. Die heutigen Personen die Hundesport betreiben sind darauf gar nicht mehr aus.
Wieviele fragen mich täglich, warum ich denn überhaupt so einen Streß um die Ausbildung mache, 99% der Aufgaben welche ich meinen Hunden stelle benötigen sie eh nie. Die können nicht verstehen, daß es Menschen gibt, die sich mit Oberflächlichkeiten und Unrealismus nicht zufrieden geben.
Und eben diese Einstellung dieser Hundeführer sieht man auch ganz deutlich in deren Hunden.
Die Hunde welche von unseren Vorfahren durch großen Zeitaufwand, wahnsinniges Wissen und unheimliches Engagement selektiert wurden, sind nun innerhalb weniger Generationen durch Faulheit, Mißgunst und Geldgier zerstört worden. Und man geht noch weiter. Man kriminalisiert Hundeführer und Hunde die dieses alte Engagement wieder aufleben lassen wollen, durch die Behauptung der aggressionsfördernden Ausbildung.

Zusammengefaßt sei nochmals erwähnt:

Daß es uns weiterhin unbegreiflich ist, wie der deutsche Arbeitshund und dessen Qualität so tief sinken konnte. Wir können nicht verstehen, daß sogenannte Sachbearbeiter ohne Wissen von der Materie über ein solches Kulturgut entscheiden können und dürfen. Und wir empfinden es als absolute Frechheit, unsere Arbeit als aggressionsfördernd zu kriminalisieren ohne je auch nur das geringste darüber gewußt zu haben.

Man sollte wieder ehrlich zu sich und den Hunden werden. Es ist nicht schlimm einen Hund von minderer Qualität zu besitzen, aber man sollte ehrlich sein, hinter ihm zu stehen und ihm die richtige Aufgabe zu geben. Das Eingeständnis, einen Hund zu besitzen der im Gebrauchshundesektor nichts verloren hat, scheint für etliche HF sehr schwer zu sein. Sollte man dies allerdings erkennen, wird es einem möglich sein, andere Kulturen zu respektieren und anzuerkennen.
Realität anstatt Lügen und Gesetze die der Hund nicht braucht!!


Hektor vom Linksrein,
Besitzer: v. Stephanitz um 1900

 Wir sollten uns wieder zusammenschließen und gemeinsam dafür kämpfen, den Arbeitshund mit der ihm gegebenen Aggression zu erhalten und zu schützen!!
Oder, wie Bart Bellon immer sagt: “Stand up for your rights!”